IM SINNE DER UMWELT

Nachhaltigkeit bei den Bergbahnen See

Im Einklang mit der Natur
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Zukunftsweisend

Umweltschutz ist uns wichtig: Deshalb ist es in Zeiten des Klimawandels von großer Bedeutung, Maßnahmen zugunsten eines schonenden Umgangs mit den natürlichen Ressourcen zu forcieren. Denn: Es ist kein Geheimnis, dass der Betrieb von Seilbahnen und Beschneiungsanlagen nur unter hohem Energieaufwand möglich ist.

Die Bergbahnen See sind sich ihrer Verantwortung für die Umwelt bewusst und setzen deshalb auf sauberen, selbst produzierten Ökostrom. Somit verwundert es auch nicht, dass das Skigebiet See 2015 von Skiresort.de als Testsieger in der Kategorie „Umweltfreundlicher Skibetrieb“ gekürt wurde.

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So funktioniert’s

Stromerzeugung bei den Bergbahnen See

Spannende Zahlen und Fakten

Die Beschneiungsanlagen der Bergbahnen See sind so konzipiert, dass sie sauberen Ökostrom produzieren können. Und zwar immer dann, wenn gerade nicht beschneit wird. Damit wird am Ende sogar viermal so viel Energie erzeugt, wie tatsächlich gebraucht wird.

Die Bergbahnen See Ges.m.b.H. hat sich zum Bau einer Beschneiungsanlage entschlossen, die gleichzeitig der Energiegewinnung dient. Seit Mitte Dezember 2009 ist die Anlage betriebsbereit. Immer wenn das zur Verfügung stehende Wasser nicht zu Beschneiungszwecken benötigt wird, beginnt die Erzeugung elektrischer Energie aus Wasserkraft.

Die Kernstücke sind drei Maschinenhäuser und drei Wasserfassungen. Das Wasser der zwei höhergelegenen Gebäude wird in der neu errichteten Pumpstation bei der Talstation der Zeinisbahn zusammengeführt. Im Beschneiungsfall erfolgt die Wasserverteilung zu den Beschneiungsanlagen über vier Hochdruckpumpen.

Das Maschinenhaus Oberstufe hat eine Doppelfunktion. Über die dort neu errichtete Wasserfassung kann das eingezogene Wasser über zwei Hochdruckpumpen zur Pumpstation befördert werden. Dort wird es zur Beschneiung ins Skigebiet weitergeleitet. Im Kraftwerksbetrieb hingegen kommt das Wasser der beiden Fassungen Schallerbach und Istalanzbach zur Erzeugung von elektrischer Energie in der Oberstufe zur Anwendung.

Das abgearbeitete und drucklose Wasser wird in einer Kammer unter dem Maschinenhaus Oberstufe mit dem aufgenommenen Wasser aus der Fassung Istalanzbach 2 zusammengeführt. Sobald es im Maschinenhaus Unterstufe angelangt ist, erfolgt die erneute Umwandlung in elektrische Energie.

Weiters befindet sich in der Unterstufe ein 160-KW-Luftkompressor, der Druckluft für die Beschneiungslanzen erzeugt. Die Leitungen zwischen der Pumpstation und der Unterstufe dienen je nach Betriebsart als Kraftwerks- oder als Beschneiungsleitungen für die Talabfahrt. Die 67 Beschneiungsstellen der Talabfahrt können größtenteils mit Eigendruck betrieben werden.

Die Gesamtanlage setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

  • 3 Maschinenhäuser
    • Pumpstation bei der 6-EUB-Medrigjoch mit 4 Hochdruckpumpen und einer Gesamtpumpenleistung von 1.100 KW
    • Oberstufe mit 2 Hochdruckpumpen (Pumpenleistung 400 KW) und einer Wasserkraftanlage mit max. ca. 400 KW
    • Unterstufe mit Kompressorstation (160 KW) und einer Wasserkraftanlage mit max. ca. 2.000 KW
  • 3 Wasserfassungen mit Entsandungsbauwerken
    • Wasserfassung Schaller (1.940 m ü. A.)
    • Wasserfassung Istalanz 1 (1.965 m ü. A.)
    • Wasserfassung Istalanz 2 (1.661 m ü. A.)
  • 11.700 m Druckrohrleitung (Zuleitung Schaller und Zuleitung Istalanz 1 – Altbestand)
  • 6.000 m PVC-Leitungen (Entwässerungen, Kabelschutzrohre)
  • 2.500 m PE-Leitungen (Druckluft)
  • 25.000 m Erdkabel

Bei den Bergbahnen See wird in folgenden Bereichen Energie verbraucht:

  • Strom: 1,5 GWh für alle Bahnen und Beschneiungsanlagen
  • Flüssiggas: 25.000 l für das Heizen und Kochen in Restaurants
  • Dieseltreibstoff: 100.000 l für die Pistenpräparierung
  • Heizöl: 5.000 l für die Heizung im Restaurant Gratli

All diese verwendeten Energieformen ergeben einen Endverbrauch von umgerechnet etwa 230.000 Litern Heizöl und einen Ausstoß von rund 550 Tonnen CO2 pro Jahr. Mithilfe der Wasserkraftanlagen werden jährlich im Gegenzug dazu elf Gigawattstunden Strom erzeugt. Dies entspricht in etwa einem Energiewert von 910.000 Litern Heizöl sowie 2.200 Tonnen CO2. Zieht man nun den jährlichen Energieverbrauch von der Summe ab, ergibt sich ein positiver Saldo von 680.000 Litern Heizöl.

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Riesen-Ersparnis

Treibhausgas-Bilanz der Bergbahnen See

Im Einklang mit der Natur

Bei den Bergbahnen See wird im Skigebiet auch auf die Treibhausgase geachtet. Denn bei der Energiegewinnung durch Wasserkraft entsteht naturgemäß kein Kohlendioxid. Die Bergbahnen See ersparen der Umwelt dadurch jährlich rund 1.650 Tonnen CO2 und bieten Urlaubern gleichzeitig garantierten Pistenbetrieb auch bei niedriger Schneelage.